Nasenpiercing Septums Nasenringe

Welche Piercings sind an der Nase möglich?

Der Begriff Nasenpiercing ist erstmal ein Überbegriff für verschiedene Piercingarten an der Nase. Piercing bedeutet ganz einfach, dass etwas durchstochen wird, und an der Nase gibt es dazu mehrere Möglichkeiten, bzw Stellen. So kann man die Nasenflügel, die Nasenscheidewand, den Knorpel an der Nasenspitze durchstechen, oder sogar gleichzeitig durch die Nasenscheidewand und beide Nasenflügel piercen, als auch am Ende des Nasenrückens, fast zwischen den Augen. Je nach Stelle sieht dann auch der Schmuck anders aus, so kommen Ringe, Stecker, als auch Stäbe und Barbells zum Einsatz. Manche der Piercings sind zart und filigran, sie wirken elegant und feminin. Andere dagegen sind auffällig und sollen cool wirken, statt chic.

Der bekannte Klassiker – das Nostril Piercing

Der überall bekannte Nasenring wurde übrigens aus Indien zu uns gebracht, dort haben die Hippies diesen Trend für sich entdeckt. Auch in indianischen Naturvölkern ist das Nasenpiercing in verschiedenen Formen schon lange Tradition. Und doch wird es teilweise ganz anders getragen, als es heutzutage bei uns modern ist. Das bekannte Nostrilpiercing wird beim Stamm der Matis beispielsweise mehrmals und beidseitig gestochen und so verwendet, dass der Träger aussieht, als hätte er Schnurrhaare wie ein Jaguar. Der Ring, den die indischen Frauen tragen, wird nach der Ayurveda Lehre links getragen, um so den Frauen die Geburt zu erleichtern. In der westlichen Welt dagegen dient ein Nasenring oder Nasenstecker am Nasenflügel lediglich dazu die eigene Attraktivität zu steigern. Das Nasenpiercing durch einen Nasenflügel heißt Nostril Piercing, hier werden verschiedene Stecker oder Ringe getragen. Beispielsweise bieten wir dazu gerade Nostril Stecker ohne spezielles Ende, dann gerade Stecker mit einer Minikugel am Ende, als auch gebogene, L-förmige Stecker oder Enden, die bogenförmig wie ein U aussehen, diese gibt es aus Metall, als auch aus weichem, biegbarem Acryl. So kann jeder verschiedene Varianten testen und darunter seine Lieblingsvariante finden, ausgewählt wird dann nach Kriterien wie: wie einfach ist das Einsetzen, wie fühlt sich das Tragegefühl an und wie stabil sitzt dieses Piercing in meiner Nase. Ebenfalls ist es Geschmacksache, ob lieber zu hartem Metall oder weichem Acryl gegriffen wird. Am besten ihr testet euch einfach mal durch alle Varianten hindurch.

Tipps zum Stechen des Piercings

Der Siegeszug des Nostril Nasenpiercings erfolgte übrigens von den Hippies zu den Punks bis hin zu bekannten Rockstars und schließlich hat es sich in der Jugendkultur etabliert. Ob nun ein Ring oder ein Stecker getragen wird, hängt rein vom Geschmack des Trägers ab und natürlich kann man dies auch variieren. So bekannt und beliebt wie dieses Nasenpiercing auch ist, bietet es einen Nachteil: das Stechen, denn in den Nasenflügeln verlaufen viele Nervenbahnen, es könnte sogar den Trigeminusnerv treffen. Die Konsequenz ist logisch: das Stechen eines Nostrils ist nicht gerade schmerzfrei. Umso wichtiger, dass ihr einen erfahrenen Piercer wählt, der mit einer Kanüle sticht. Dieser achtet auch darauf, dass die Nadel nicht die Nasenscheidewand verletzt. Wer stattdessen zum Juwelier geht und sich das Gewebe mit einer Ohrlochpistole durchschießen lässt, riskiert, dass es einreißt.

Der Shooting Star unter den Nasenpiercings: das Septum

Ein weiteres, sehr beliebtes und bekanntes Nasenpiercing ist das Septum, dieses verläuft durch das Bindegewebe, welches sich unterhalb des Knorpels der Nasenscheidewand befindet. Ein Septum Nasenpiercing ist deutlich auffälliger und ein ganz anderer Style als das Nostril. Auch scheiden sich daran die Geister: die einen lieben es, die anderen erinnert es an den Nasenring eines Ochsen. Vom Design her sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt, es gibt sowohl die coolen Varianten mit Totenköpfen, die indisch orientalischen Varianten mit Bögen und Pünktchen Mustern, als auch die feminin verspielten Varianten mit Blumen, Vögeln oder Glitzersteinchen. Auch muss es kein Nasenring sein, der durch das Piercing gefädelt wird, es gibt auch die umgekehrte Variante: ein Circular Barbell, welches so eingesetzt wird, dass der Ringteil durch die Nase verläuft, während die Kugelenden aus den Nasenlöchern schauen. Auch diese Horseshoe Piercings sind sehr beliebt. Bei den Septum „Ringen“ gibt es ebenfalls verschiedene Varianten, wir bieten z.B. Clicker mit einem Stab, der auf und zu geklickt werden kann, als auch Ringen mit biegbaren Enden in verschiedenen Stärken.

Interessante historische Fakten

Interessant und auffällig ist der Fakt, dass in der westlichen Welt das Nostril Piercing sehr viel verbreiteter ist als das Septum, während es unter den Naturvölkern und Stämmen genau andersherum ist: das Septum wurde von weit mehr Völkern getragen, als das Nostril Nasenpiercing. Zudem wurde es von Männern und Frauen getragen, gerade auch Krieger schmückten sich damit bzw nutzten es zur Abschreckung. Bei den Naturvölkern wurden die Septums häufig aus Tierknochen oder Vogelfedern gefertigt, selten auch aus Menschenknochen eines Feindes. Auch Gold und Jade wurden als Septumring getragen.

Wichtig ist auch beim Septum Nasenpiercing Stechen ein Piercer mit Erfahrung, denn es sollte nach Möglichkeit kein Knorpel getroffen werden. Nicht nur, weil dies schmerzhafter ist, sondern auch weil dann Abszess und Entzündung drohen. Lasst hier also besser nur einen Profi ans Werk.

Der Exot: das Nasallang Nasenpiercing

Als nächstes präsentieren wir euch ein eher seltenes Piercing, denn es kombiniert das Nostrilpiercing mit dem Septum: das Nasallang. Ursprünglich war es in Indien bei Kriegern das Kennzeichen von Tapferkeit im Krieg. Das Nasallang kann man sich vorstellen als zwei Nostrilpiercings (eines an jedem Nasenflügel) und ein sehr hoch gestochenes Septum Piercing dazwischen, wobei alle auf einer Ebene liegen und durch ein gerades Barbell verbunden werden. Entstehen kann es, indem ihr ein bestehendes Nostril oder Septum Nasenpiercing mit den beiden anderen Piercings erweitert, oder aber ihr lasst euch alle drei auf einmal stechen. So ist das Nasallang auch heute noch ein Tapferkeitssymbol, denn dazu muss das normale Septum höher gestochen werden, es durchdringt also den Knorpel, was sehr viel unangenehmer ist als nur das Bindegewebe (beim normalen Septum der Fall). Auch ist es alles andere als einfach, hier sollte euer Piercer wirklich Erfahrung haben, erstens reduziert das die Schmerzen und zweitens habt ihr sicher keine Lust auf ein schiefes Nasallang. Denn für dieses Piercing müssen die drei Einzelpiercings alle waagerecht auf einer Linie liegen, damit am Ende ein straight Barbell Stab hindurchgeführt werden kann. Natürlich ist es einfacher dieses Nasenpiercing gerade hinzubekommen, wenn man alle drei Einzelpiercings auf einmal am Stück sticht. Dafür müsst ihr Schmerzen und Heilung dann aber gleichzeitig an drei Stellen auf einmal durchmachen, dies geht zwar schneller, ist aber heftiger.

Nichts für Anfänger: das Bridge Piercing!

Ein weiteres ungewöhnliches Nasenpiercing befindet sich an der Nasenwurzel, zwischen den Augen: das sogenannte Bridge Piercing: bei diesem Nasenpiercing verwendet man ein Curved Barbell, zu sehen sind aber nur die Enden, die als Kugeln, Spitzen oder anders gestaltet sein können. Hier ist es nicht ganz leicht die richtige Stelle zu treffen, wird es falsch gesetzt kann unter Umständen das Sichtfeld eingeschränkt werden, was natürlich nicht erwünscht ist. Auch kann es falsch gesetzt schnell krumm wirken, daher gilt auch hier: sucht einen Piercer mit Erfahrung auf. Dies hat noch einen weiteren Grund: direkt unter der Stelle des Bridge Nasenpiercings verlaufen Hirnnerven, wird es zu tief gestochen oder entzündet es sich, kann dies fatale Folgen haben. Dies muss schnell erkannt und behandelt werden. Selbst Druck auf das Piercing kann die Nervenbahnen schädigen, daher zählt es zu einem der gefährlichsten Piercings überhaupt. Für Anfänger ohne jegliche Erfahrung mit anderen Piercings ist es daher auch absolut ungeeignet.

Tipps für lange Haltbarkeit

Warum sollte man hier ein curved Barbell statt einem geraden Barbell verwenden? Ein straight Barbell befindet sich näher an der Hautoberfläche, dadurch steigt das Risiko, dass es herauswächst, bei einem gebogenen Stab dagegen ist diese Gefahr viel geringer. Wichtig auch: ihr solltet darauf achten nicht am Piercing hängenzubleiben, denn auch dies begünstigt ein Herauswachsen. Seinen Namen verdankt das Piercing übrigens seiner Stelle im Gesicht, denn es bildet eine Brücke zwischen den Augen.

Auffällig und selten: Austin Bar und Rhino Piercing an der Nasenspitze

Nun enden wir mit dem seltensten unserer Nasenpiercings: dem Austin Bar. Dieses Piercing verläuft nur durch die Nasenspitze, es wird nicht durch die Nasenscheidewand gestochen und reicht auch nicht durchs Innere der Nase, sondern nur durch die vordere Knorpelkappe. Dort kann es auch vertikal gestochen werden - es heißt dann aber Rhino-Piercing. Als Schmuck kommt hier das straight Barbell zum Einsatz. Diese beiden Piercings haben einen entscheidenden Nachteil: sie gehen direkt durchs Knorpelgewebe und allgemein gilt: dieses zu Durchstechen verursacht starke Schmerzen. Diese Piercings sind also definitiv sehr schmerzhaft zu Stechen. Dafür sind sie aber auch echte Exoten, man sieht sie wirklich selten. Wer also mutig ist, kann sich an diese beiden Nasenpiercing Arten trauen.

Material und Schmuckarten

Allgemein gilt bei jedem Nasenpiercing, dass Pflege und Hygiene nicht vernachlässigt werden dürfen. Dazu berät euch ein guter Piercer und auch auf unserer Seite findet ihr im Bereich der FAQs viele nützliche Tipps und Hinweise zur Pflege und auch zum Umgang mit einem noch ganz frischen, neu gestochenen Piercing. Was Stecker und Ringe, sowie Barbells angeht, findet ihr im Bereich Schmucktypen sowohl Nasenringe (hier finden sich auch die Nasenstecker, Septum Klicker und Septumringe) als auch Straight Barbells und Circular Barbells. Unsere Piercings gibt es in verschiedenen Größen und Stärken, hier sollte jeder das Richtige finden. Auch die Materialauswahl umfasst Messing, Chirurgenstahl, 925 Sterlingsilber, Holz, Horn, Bone und Acryl und Bioflex.

Nun wünschen wir euch viel Freude beim Stöbern nach passendem Schmuck und bei der Wahl des richtigen Nasenpiercings. Bei Fragen dürft ihr euch gerne an unser Team wenden.

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